Monat: April 2017

Zwangsmaßnahmen gegen Zwangsehen?

Anmerkungen zum geplanten Gesetz gegen Kinderehen Leila war erst 15, als sie mit Mustafa verheiratet wurde. Ihre Eltern hatten ihn für sie ausgesucht, er war fünf Jahre älter als sie, und obwohl sie ihn bis zur Hochzeit kaum kannte, gefiel er ihr doch recht gut. Er war gepflegt, er begegnete ihr mit Achtung, und so…

„Unser“ Erdoğan ist auch „Euer“ Erdoğan

Ein Brief von Rodi Kızıl zum Türkei-Referendum Liebe Landsleute! Das heißt … Darf ich Euch überhaupt noch als „Landsleute“ ansprechen? Jetzt, nachdem wir „Deutsch-Türken“ zu 63 Prozent für die Diktatur gestimmt haben? Wenn Ihr’s genau wissen wollt: Ich selbst habe nicht dafür gestimmt. Aber spielt das für Euch überhaupt eine Rolle? Sind wir jetzt, nachdem…

Das Liebstöckel-Mysterium

Osterbotschaft von Bruder Norabus Das Osterfest, das mich am tiefsten berührt hat, habe ich im Wiener Stephansdom erlebt. Als dort am Karfreitag die Lichter ausgingen und das gewaltige Kirchengewölbe auf einmal in einer unermesslichen Dunkelheit verschwand, hatte ich das Gefühl, als wäre die ganze Welt ein einziger Sarg, in dem ich rettungslos gefangen wäre. An…

Sueños españoles

Träume und Visionen in der spanischen Independent-Musik Bei einem musikalischen Trip in die spanische Indie-Szene bin ich auf eine Reihe von Songs gestoßen, die um Träume und Visionen kreisen. Die Schlüsselbegriffe sind „sueño“ und „soñar“ (Schlaf/Traum bzw. träumen), vor allem aber „al des­pertar“ („beim Aufwachen“), als Sinnbild für die Schwelle zwischen Traum und Wirklichkeit, für…