Schwarzer Freitag – Schlussfolgerungen aus den Pariser Attentaten

Die Anschläge von Paris hinterlassen eine Trauer, die wütend macht. Eine Trauer, die wütend macht, weil diese Gewalt so blind, so wahllos verübt worden ist – nach der kruden Logik: Wer sich in einem Land des Bösen an Orten des Bösen (Stadion, Konzerthalle, Bar) aufhält, muss selbst böse sein. Die Gewalt richtet sich damit hier…

Streitschrift gegen den Laubbläser – Ein Plädoyer gegen die Normativität des technisch Machbaren

Schon in Rilkes Gedicht Herbsttag wird der Spaziergänger unruhig, wenn in den herbstlichen Alleen „die Blätter treiben“. So ist es auch heute noch. Der Grund dafür ist allerdings nicht mehr, wie bei Rilke, das Gefühl der existenziellen Unbehaustheit, sondern schlicht das entsetzliche Geheule der Laubbläser, die die Laubblätter vor sich hertreiben. ganzen Text lesen: Text…

Das Gefängnis als Modell der Gesellschaft – Michel Foucaults Gefängniskritik und die Realität des Strafvollzugs

Ursprünglich veröffentlicht auf rotherbaron:
Foucaults Untersuchungen führen zu der Schlussfolgerung, dass das Ideal eines humanen Strafvollzugs einen Widerspruch in sich darstellt, da der Strafvollzug an sich inhuman ist. So stellt er auch und gerade dort, wo er sich human gibt, seine Inhumanität unter Beweis. Text Das Gefängnis als Modell der Gesellschaft Literarischer Text…

Über mich

Rotherbaron (inspiriert von Snoopys Red-Baron-Phantasien) ist eines meiner Pseudonyme, geboren bin ich in Berlin als Sohn eines Schauspielerpaares , bin viel herumgereist und habe in Bamberg, Hagen, Weingarten …studiert, u.a. in Russland gelebt und lebe als freier Autor. Meine Interessen: Literatur, Natur, Politik. Ich bin in keiner Partei, da ich mich mit keiner real existierenden…

Das Gefängnis als Modell der Gesellschaft – Michel Foucaults Gefängniskritik und die Realität des Strafvollzugs

Foucaults Untersuchungen führen zu der Schlussfolgerung, dass das Ideal eines humanen Strafvollzugs einen Widerspruch in sich darstellt, da der Strafvollzug an sich inhuman ist. So stellt er auch und gerade dort, wo er sich human gibt, seine Inhumanität unter Beweis. weiterlesen:Das Gefängnis als Modell der Gesellschaft Literarischer Text zum Thema: Gespräch mit Paula über Gefängnisse…

Alte und neue Perlen – Einladung zu einer Buchmesse im Lesekabinett

Manchmal träume ich mich in die Schreibstube eines mittelalterlichen Klosters zurück. Die Bibliothek, der ich als Mönch die zu kopierenden Bücher entnähme, wäre von überschaubarer Größe; und angesichts der niedrigen Alphabetisierungsrate und der nur manuell zu bewerkstelligenden Reproduzierbarkeit der einzelnen Werke könnte ich mir sicher sein, dass das auch so bliebe. Würde ich mir das…

Lechts und rinks – Kann man sie wirklich nicht velwechsern?

manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern. werch ein illtum! Ernst Jandls kleines Epigramm lichtung (aus dem Band Laut und Luise, 1966) galt mir lange als reine Unsinnspoesie. Erst in letzter Zeit habe ich angefangen, die Verse auf die sich ‚lichtenden‘ Gegensätze zwischen rechtem und linkem politischem Lager zu beziehen. Text Lechts und…

Gedicht

Gastbeitrag von Ilona Lay: Gedicht über Windkraft und Naturzerstörung Meine Braut Ein geflügeltes Pferd ist meine Braut. Ihre Mähne, glänzend von silbrigem Tang, umflackert sie fledermaushaft, wenn mit dem Sturmwind sie tanzt. Eine trächtige Kuh ist meine Braut. Ihre Augen, zwei blühende Krater, weisen den Weg zu den fruchtbarsten Weiden, zu Gärten mit Früchten, nektarschwer,…

Die Freiheit des Rasenmähenden – Lärm als verfassungsrechtliches Problem

Es ist seltsam: In einer Umfrage des Bundesumweltministeriums kam heraus, dass sich ein sehr großer Teil von Menschen vom Freizeitlärm (z.B. vom Rasenmähen) der Nachbarn erheblich gestört fühlt. Dennoch mähen alle wie verrückt. Dennoch gibt es kaum Beschränkungen oder den Ehrgeiz, ruhigere Geräte zu entwickeln. Diese seltsame Freiheit der Lärmverursacher verlangt nach einer näheren Betrachtung.…