Maskierte Realität

Corona und ein neuer Deutscher Herbst

Die deutsche Corona-Politik nähert sich mit Siebenmeilenstiefeln der Hysterie. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass ein nüchternerer Umgang mit der Pandemie nicht nur angemessener, sondern auch erfolgversprechender wäre.

Bild: Ein Seuchenarzt in Schutzkleidung, 17. Jhd (Wellcome Images)

23 Kommentare

  1. „dass ein nüchternerer Umgang mit der Pandemie […] erfolgversprechender wäre“ – Hier kommt es ganz auf die Art des Erfolges an, den man mithilfe der Pandemie erzielen will. Für eine „Corona-Kanzlerin“ wäre ein nüchternerer Umgang mit der Pandemie gewiss nicht erfolgversprechender.

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    1. Naja. Die Wirkung der verschiedenen „Varianten“, die unter den Begriff „Maske“ fallen, sind sehr umstritten. Auch der Umgang damit. Und: Es gibt Menschen mit Ateminsuffizienz, die mit Maske kaum noch Luft bekommen… Menschen mit Hörbehinderungen sind extrem beeinträchtigt in der Kommunikation, wenn das halbe Gesicht der Mitmenschen bedeckt und keine Mimik erkennbar ist. Einige sind dadurch so verunsichert, dass sie kaum noch vor die Tür gehen. Masken ersetzen auf alle Fälle weder Abstand noch Hygiene. Aus meiner Sicht sitzen“potentielle Mörder“ in den Behörden, die nicht dafür gesorgt haben, dass man Klassenräume lüften kann und dass Pflegekräfte ausreichend Schutzkleidung bekommen. Für Leute, die Asthmatiker im Bus beschimpfen oder zusammenschlagen, weil sie keine Maske tragen (so geschehen in München) habe ich keinerlei Verständnis. Leider gehen uns in Deutschland die Differenzierungen und der sachliche Diskurs verloren. Schade! Davon handelt der kluge Text vom „ Baron“. Aber vielleicht war dein Kommentar ja auch ironisch gemeint …

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    2. Lieber Hyper,
      diese Masken sind unwirksam: COVID-19-Patienten husten Viren durch chirurgische Masken und Baumwollmasken hindurch (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111799/COVID-19-Patienten-husten-Viren-durch-chirurgische-Masken-und-Baumwollmasken-hindurch). Allein daran, dass überhaupt nicht vorgeschrieben ist, aus welchem Material die Masken sein müssen, siehst Du doch, dass es mehr um Sozialdisziplinierung als um Gesundheitsschutz geht. Viele Maßnahmen, die die Regierung als Corona-Maßnahmen ergreift, haben überhaupt nichts mit der Pandemie zu tun, sondern sind Maßnahmen, die sie nun ergreifen kann, weil sie die Gesellschaft hysterisiert hat und diese sich jetzt alles bieten lässt. Diese ständige Angstmache vor Atomkraft, Migranten, Erderwärmung, Krankheiten usw., die der Staat betreibt, um sich dann selben Augenblick als Retter zu inszenieren, der mit irgendwelchen „Maßnahmen“ (die im günstigsten Fall unwirksam, meistens aber schädlich sind) vor der jeweiligen Gefahr schützt, dient doch der Unterwerfung und der Erzeugung von selbstverschuldeter Unmündigkeit.
      Ich habe Deinen letzten Beitrag zu den Masken auf Deinem Blog gelesen und war erschrocken darüber, wie die Kommentatoren, die normalerweise sympathisch sind und meistens herzliches Mitgefühl bei den verschiedenen Wechselfällen in Deinem Leben zeigen, sich über die Maskenverweigerer äußern, sodass ich nun lieber auf der Seite des Rothen Barons antworte als auf der Deinigen. Ich war im Begriff, einen Hinweis auf diesen Beitrag des Rothen Barons unter Deinem Beitrag anzubringen, als ich gesehen habe, dass Du ihn schon gelesen hast.
      Anlässlich einer früheren Corona-Demo habe ich etwas zur Diskreditierung Andersdenkender geschrieben: https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2020/08/03/lasst-unsere-gesellschaft-offentliche-debatten-noch-zu/
      Herzliche und hypermentale Grüße
      René

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      1. Hier ist der Kommentar. Ich weiß nicht, ob er inzwischen freigeschaltet wurde, denn der Hinweis, dass der Kommentar noch freigeschaltet werden muss, steht jetzt nicht mehr da.

        Lieber Hyper,
        diese Masken sind unwirksam: COVID-19-Patienten husten Viren durch chirurgische Masken und Baumwollmasken hindurch (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111799/COVID-19-Patienten-husten-Viren-durch-chirurgische-Masken-und-Baumwollmasken-hindurch). Allein daran, dass überhaupt nicht vorgeschrieben ist, aus welchem Material die Masken sein müssen, siehst Du doch, dass es mehr um Sozialdisziplinierung als um Gesundheitsschutz geht. Viele Maßnahmen, die die Regierung als Corona-Maßnahmen ergreift, haben überhaupt nichts mit der Pandemie zu tun, sondern sind Maßnahmen, die sie nun ergreifen kann, weil sie die Gesellschaft hysterisiert hat und diese sich jetzt alles bieten lässt. Diese ständige Angstmache vor Atomkraft, Migranten, Erderwärmung, Krankheiten usw., die der Staat betreibt, um sich dann selben Augenblick als Retter zu inszenieren, der mit irgendwelchen „Maßnahmen“ (die im günstigsten Fall unwirksam, meistens aber schädlich sind) vor der jeweiligen Gefahr schützt, dient doch der Unterwerfung und der Erzeugung von selbstverschuldeter Unmündigkeit.
        Ich habe Deinen letzten Beitrag zu den Masken auf Deinem Blog gelesen und war erschrocken darüber, wie die Kommentatoren, die normalerweise sympathisch sind und meistens herzliches Mitgefühl bei den verschiedenen Wechselfällen in Deinem Leben zeigen, sich über die Maskenverweigerer äußern, sodass ich nun lieber auf der Seite des Rothen Barons antworte als auf der Deinigen. Ich war im Begriff, einen Hinweis auf diesen Beitrag des Rothen Barons unter Deinem Beitrag anzubringen, als ich gesehen habe, dass Du ihn schon gelesen hast.
        Anlässlich einer früheren Corona-Demo habe ich etwas zur Diskreditierung Andersdenkender geschrieben: https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2020/08/03/lasst-unsere-gesellschaft-offentliche-debatten-noch-zu/
        Herzliche und hypermentale Grüße
        René

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  2. und wie sähe die statistik aus ohne lockdown und maskenpflicht?
    wenn ich mit einem regenschirm durch den regen spaziere wundere ich mich dann, dass ich kaum nass geworden bin?

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    1. Der Lockdown war notwendig und auch jetzt sollte man auf Massenveranstaltungen und Enge verzichten. Gut sitzende, saubere Masken können Tröpfchen minimieren. Ihre Wirkung wird aber überschätzt … und die Nachteile für Wohlbefinden, Kommunikation und Atmung sollten bedacht werden. Es gibt Studien, die Masken auch für die emotionale und sprachliche Entwicklung von Kleinkindern als problematisch ansehen. Das ist eigentlich logisch. Auch die Mimik ist wichtig. Mein Eindruck: Es bilden sich wie immer „ Lager“: Die Leute, die die Maske mit einer Mischung aus Selbstgerechtigkeit und Überlegenheitsgestus tragen und mit dem Finger auf andere zeigen und auf der anderen Seite die Leute, die das Virus für eine „kleine Grippe“ und alle Maßnahmen für Gängelung halten. Dazwischen gibt es Menschen, die Fakten suchen und versuchen, das Ganze differenziert einzuschätzen. Dazu gehört der Rothe Baron. Der Fanatismus, mit dem auf vermeintliche „Maskenmuffel“ eingedroschen wird in den Medien nervt auf alle Fälle. Sündenböcke sind ein wohlfeiles Mittel von politischen Versäumnissen abzulenken. Und: Auch ein Lockdown kann unterschiedliches bedeuten: Wie das Essay ausführt, heißt das, dass Menschen verhungern, weil sie kein Geld mehr verdienen können. Da stört mich auch der eurozentrische Blick auf die Pandemie. Die „Wahrheit“ stellt sich immer verschieden dar. Deshalb sollten wir versuchen zu verstehen, statt zu verurteilen. So: Mit diesem Schlussatz ist klar: Ich hätte Pfarrer werden sollen😉

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      1. eine antwort auf meine beiden fragen war das jetzt nicht, ich bin noch genauso blöd wie vorher. wenn weltweit ( und auch in deutschland) nur 0,0001 % der bevölkerung an (oder mit) corona sterben, so ist das viel zu wenig, um den klimawandel zu stoppen! warum also ein lockdown und der verzicht auf massenveranstaltungen? am ende trifft es wahrscheinlich genau die richtigen.

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      2. Ja: Deine Fragen gehen aus meiner Sicht in die richtige Richtung: Wäre es nicht an der Zeit, Lehren aus der Pandemie zu ziehen, sich zu fragen, ob unsere Lebensweise und unser Umgang mit der Natur nicht geändert werden müssen? – Stattdessen gibt es eine sehr große Sehnsucht alles wieder zurückzubekommen, was vorher als „normal“ galt: Grenzenloser Konsum, Flugreisen … Verschwendung und Ausbeutung der Ressourcen. Dabei hat der Lockdown schon ein bisschen was für das Klima gebracht. Nicht für das soziale – leider!- Aber für die Umweltbilanz. Deine Frage, wen das Ganze – ein Lockdown- trifft, erscheint mir auch wichtig. Zahlen und Hysterie stehen jedenfalls in keinem rationalen Verhältnis.

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  3. Mein Anliegen ist, sachliche Diskussionen anzuregen. Unterschiedliche Ansichten, die geduldet und in der eigenen Argumentation aufgegriffen oder auch entkräftet werden, sind ein Kennzeichen von Demokratie und gegenseitiger Wertschätzung. Beleidigungen, Beschimpfungen und Schubladen- und Lagerdenken führen weder zu einer humanen Gesellschaft noch zum Erkenntnisgewinn. Sie markieren das Ende eines Dialogs und führen zu nichts. Es gibt kein Schwarz-Weiß. Deshalb habe ich jetzt einige beleidigende Kommentare und die Reaktion darauf gelöscht und bitte um Fairness. Danke!

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  4. Lieber Baron, vielen Dank für diese Klarstellung. Ich gehöre ja zur jüngeren Generation. Und ich unterstütze auch die Klimabewegung. Habe aber auch Sympathien für Leute, die das alles in einem weiteren Zusammenhang (Artenschutz..) sehen. Was mir auffällt ist, dass viele gerade linke oder grüne Menschen der älteren Generation im Westen zwar postulieren, für eine bessere und humanere Welt einzutreten, aber sich gleichzeitig im Besitz der einzigen Wahrheit wähnen. Alle Andersdenkenden werden gnadenlos niedergemacht. Die einzig akzeptablen „ Andersdenkenden“ sind sie selbst. Ich habe mehrere Bücher über die RAF gelesen. Ideale schlugen in Gewalt um, als man die Gesellschaft in gut und böse eingeteilt hat. Im Grunde agieren Teile der 68er und auch der linken Szenen totalitär, indem sie nur ihre eigene Meinung anerkennen und nicht bereit sind, in die Diskussion zu gehen. So kann man keinen Kampf gegen die Rechten und Neu-Nazis gewinnen, wenn man sich der gleichen Mittel bedient. Schade: Es ist schwer links zu stehen und mit diesem Ausmaß an Selbstgerechtigkeit konfrontiert zu sein. Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen.

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    1. Danke, Jakob! Ich verstehe, was du meinst. Das Anliegen meines Artikels war ja die Versachlichung der Diskussion um die Corona-Pandemie. Das scheint schwierig, da wir ständig im Krisen- und Notstandszustand zu sein scheinen. Sowohl die Pandemie als auch der Klimawandel sind ernste Sachverhalte, die sachliche Diskurse, Abwägungen und konstruktive Lösungen verlangen. Stattdessen wird beides zum „Notstand“ erklärt und damit die Einschränkungen demokratischer Rechte legitimiert. Das ausgerechnet meine politischen „ Freunde“ aus dem
      eher linken Lager nach „Notstandsgesetzen“ rufen, macht mich ratlos.

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