Kategorie: Musikalische Streifzüge

Musikalische Sommerreise 2018 – Von Finnland nach Portugal

Teil 1: Finnland und Estland Schwerpunktthema: Nordkarelien Textauszug: „Das Erste, was ich sah, als ich auf die Landschaft herunterblickte, war etwas, das von oben wie ein Spiegel wirkte, auf dem ein Jugendstilkünstler Hunderte von grünen Glasperlen verteilt hatte. Deren smaragdenes Glitzern wurde von dem Spiegel aufgenommen und zu Figuren verwoben, die ineinander verschwammen und so…

Musikalische Sommerreise 2018

Eine Einstimmung In einer Mail an rotherbaron schreibt Federico di Angelo: Hallo Rother! Was ist nur los mit Dir? Vor der Bundestagswahl hast Du in jedem Beitrag die Welt verändert, danach konnte man meinen, Du wärest mit der Erstellung des Regierungsprogramms und der Zusammenstellung des neuen Personaltableaus beauftragt worden. Und jetzt? Statt über Gesundheitspolitik und…

Canzoni di Pasqua

Österliches aus der italienischen Indie-/Cantautori-Szene Teil II: Tod und Wiederauferstehung Im zweiten Teil unseres kleinen Osterkonzerts singen für uns: Angelo Branduardi, Francesco Guccini und die italienische Band mit dem verheißungsvollen Namen „Baustelle“. Canzoni di Pasqua II     Bild: The Helix Nebula is 700 light-years away from Earth, but screened before audience’s eyes in reconstructed…

Canzoni di Pasqua

Österliches aus der italienischen Indie-/Cantautori-Szene Teil I: Die Gestalt des Judas bei italienischen Cantautori Die biblische Gestalt, in der sich das Drama der menschlichen Existenz am stärksten kristallisiert und verdichtet, ist die Figur des Judas. In ihm wird die angeborene Schizophrenie der menschlichen Seele, die Sehnsucht nach der Erlösung, die immer wieder vom Wunsch nach…

Cantiamo la crisi!

Jugend und Gesellschaftskritik in der italienischen Gegenwartsmusik (Re-Blog anlässlich der italienischen Parlamentswahlen) Nein, die Wahlberechtigten in Italien sind um ihre Auswahl bei den morgigen Parlamentswahlen nicht zu beneiden. Der Mafia-Gerontokrat Silvio Berlusconi schickt sich an, als sein eigener Wiedergänger auf die politische Bühne zurückzukehren. Auch den Lega-Populisten um Matteo Salvini werden gute Chancen eingeräumt, mit…

Musikalische Winterreise

Vollständige Fassung  als PDF-Dokument Der Winter, den wir heute in unseren Weihnachtsliedern als „winter wonderland“ verkitschen, war früher ein Synonym für Naturkatastrophen und Hungersnöte. Gleichzeitig war er aber schon immer – früher noch stärker als heute – eine Zeit der Besinnung und des Zu-sich-selbst-Kommens. Konnotativ bewegt er sich damit zwischen den Extrempolen von Existenzangst und…

Musikalische Winterreise – Teil 4

Der Winter als Hafen der Utopie – russische Winterphantasien Kaum irgendwo sonst ist der existenzbedrohende Charakter des Winters so stark zu erfahren wie in Russland, wo die kalte Jahreszeit scheinbar unendlich lang und Hilfe in der ebenso unendlichen Weite des Landes nur schwer und manchmal auch gar nicht zu erlangen ist. Dies spiegelt sich auch…

Musikalische Winterreise – Teil 3

Die befreiende Kraft des Winters Als „das Andere des Lebens“ ist der Winter immer auch der Ort des Todes. Gleichzeitig lässt sich seine Andersartigkeit aber auch im Sinne eines Gegenentwurfs verstehen, einer „Gegenwelt“, in der all das möglich erscheint, was im realen Leben undenkbar ist. Hierzu lädt der Winter selbst ein, indem er zwar de…

Musikalische Winterreise – Teil 2

Winter-Einsamkeit Aus der Perspektive des Subjekts erscheint der Winter als eine Zeit, in der Gefühle der Verlassenheit und der Verlorenheit sich stärker in den Vordergrund drängen. In einer Welt der Dunkelheit, der Kälte und der Erstarrtheit des Lebens gerät man leichter in eine emotionale Abwärtsspirale als im heiteren, Aufbruchstimmung signalisierenden Umfeld des Frühlings. So bietet…

Musikalische Winterreise

Der Winter: Untergang oder Utopie? Der Winter, den wir heute in unseren Weihnachtsliedern als „winter wonderland“ verkitschen, war früher ein Synonym für Naturkatastrophen und Hungersnöte. Gleichzeitig war er aber schon immer – früher noch stärker als heute – eine Zeit der Besinnung und des Zu-sich-selbst-Kommens. Konnotativ bewegt er sich damit zwischen den Extrempolen von Existenzangst…