Schlagwort: Krieg

Wenn ich mich in Deutschland zu Hause fühlen soll …

Wahlprüfsteine des Rothen Barons Am nächsten Sonntag finden sie nun also statt, die Wahlen, bei denen man keine Wahl hat. O.K. – ich übertreibe mal wieder. Und wenn ihr’s genau wissen wollt: Ich habe sogar schon meine Stimme „abgegeben“. Für wen, weiß jeder, der mal in diesem Blog herumgestöbert hat. (Kleiner Tipp: Die AfD ist…

Weihnachten in postfaktischen Zeiten

Kommt der Weihnachtsmann dieses Jahr? In den prä-postfaktischen Zeiten gab es einige Dinge, die als unerschütterliche Gewissheiten gelten konnten. Zum Beispiel, dass am 6. Dezember Nikolaus ist, dass am 24. Dezember Heiligabend ist, dass meine Schwiegermutter mir an Weihnachten ein neues Hemd schenkt oder dass Onkel Ernst der Weihnachtsmann ist. Jetzt aber, in den postfaktischen…

Der Krieg als Verrat am Selbst – Anti-Kriegslieder in der russischen Gitarrenlyrik

  Schon seit geraumer Zeit ist der Militarismus wieder ein selbstverständlicher Teil der offiziellen russischen Kultur.  In der Geschichtsschreibung korrespondiert dem eine Betonung des vaterländischen Elements, was auch mit einer unkritischeren Betrachtung der Herrschaft Stalins einhergeht. Und nicht nur der Wehrkundeunterricht hat wieder seinen festen Platz im russischen Schulalltag – selbst Kleinkindern wird schon in…

Der Islamische Staat und wir oder: Das Böse im Guten

Die Berichterstattung über den so genannten „Islamischen Staat“ erinnert mehr und mehr an Star Wars: Unter dem Ansturm des Bösen schmieden die Guten ein Bündnis, um die Mächte der Finsternis aus der Welt bzw. dem Universum zu vertreiben. Durch diese Sichtweise kommt uns die Fähigkeit einer differenzierteren Sichtweise der Bedrohung abhanden. Deshalb soll an dieser…

Vive la dictature! Über das Einsickern diktatorischer Denkmuster in den demokratischen Diskurs

  Wann werden wir uns wohl abgewöhnen, den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko als „letzten Diktator Europas“ zu bezeichnen? Mit der Realität hat dieser Ehrentitel jedenfalls längst nichts mehr zu tun. In Ungarn verfügt Viktor Orban bereits seit 2010 faktisch über unumschränkte Macht, in Polen sind die Schaltstellen der Macht gerade von einer Partei besetzt worden,…

Schwarzer Freitag – Schlussfolgerungen aus den Pariser Attentaten

Die Anschläge von Paris hinterlassen eine Trauer, die wütend macht. Eine Trauer, die wütend macht, weil diese Gewalt so blind, so wahllos verübt worden ist – nach der kruden Logik: Wer sich in einem Land des Bösen an Orten des Bösen (Stadion, Konzerthalle, Bar) aufhält, muss selbst böse sein. Die Gewalt richtet sich damit hier…