Wenn ein Totalitarismus den anderen nährt

Zu den Plänen der Grünen für einen beschleunigten Windkraftausbau

Windkraftausbau = Demokratieabbau. Das ist die Gleichung, mit der die Grünen die Sorgen um die Energiesicherheit in Deutschland beantworten.

Kriegsgewinnler

Erst die Klimakatastrophe, jetzt die Kriegskatastrophe, verbunden mit Versorgungsängsten – eigentlich hätte man sich denken können, dass die Grünen das für ihre Zwecke nutzen würden.
Eigentlich … Dennoch bin ich überrascht, wie schnell und wie unverfroren der Massenmord in der Ukraine in Windkraftpropaganda übersetzt wird.
Das Kalkül: Wer durch das erste Weltuntergangsszenario noch nicht vor Angst erstarrt ist, wird bei der zweiten, viel konkreteren Apokalypse endgültig wie gelähmt sein. Erstarrte und Gelähmte sind aber naturgemäß leichter mundtot zu bekommen – was sich trefflich für die Ausschaltung von Kritik an den Plänen zum Windkraftausbau nutzen lässt. Da klingelt die Kasse, da lacht das Lobbyistenherz!

Zynisches Kalkül

Vor dem Hintergrund der archaischen Grausamkeiten, die derzeit in der Ukraine verübt werden, ist das ein mehr als zynisches Kalkül.
Müssten sich im Moment nicht alle Gedanken auf die Hilfe für die Menschen, die zum Opfer eines außer Kontrolle geratenen Psychopathen zu werden drohen, konzentrieren?
Müsste das Leid, dessen Zeugen wir tagtäglich in den Medien werden, uns nicht etwas mehr Demut und Bescheidenheit lehren? Müssten wir dadurch nicht blitzartig erkennen, dass all unser Wohlstand auf Sand gebaut ist? Dass es wichtigere Dinge gibt, als den Strom für den Betrieb der Sitzheizung im Auto und den elektrischen Klodeckelheber sicherzustellen?

Windkraftwachstumswirtschaft

Aber nein, die grünen Damen und Herren aus Umwelt- und Wirtschaftsministerium orientieren sich weiterhin an dem Modell der Wachstums- und Konsumwirtschaft statt an einer nachhaltigen Suffizienzwirtschaft. Und die Säulen für dieses Luftschloss wollen sie eben von jenen errichten lassen, die ihnen die feinen Häppchen auf ihren Parteitagen finanzieren: von den Windkraftbaronen, den Säulenheiligen des Öko-Kapitalismus.
Die neue Krise soll genutzt werden, um Deutschland endgültig in ein Gefängnis aus Stahlgittern zu verwandeln. Dafür soll der Windkraftausbau massiv beschleunigt und intensiviert werden. Genehmigungsverfahren? Wozu denn? Wer braucht schon demokratische Mitspracherechte, wenn er Windkraft hat? Wer braucht Naturschutz, wenn er Stahlbetontürme haben kann?

Die Grünen auf Putins Spuren

Aus dem Reflex, sich dem Neostalinisten Putin in den Weg zu stellen, wird so unversehens eine Schnellstraße in einen Totalitarismus, der sich dem Putinismus annähert. Kritik an der „Energiewende“ wird nicht nur aus den Medien herausgehalten, sondern als Verrat am Volk, ja an der Menschheit verteufelt. An die Stelle von demokratischem Diskurs tritt Indoktrination.
Am Ende bleibt dann von Deutschland – all den Propagandafilmen über das „wilde Deutschland“ zum Trotz – nichts weiter übrig als ein einziges Kraftwerk. Ein Kraftwerk, das dazu noch zur Lachnummer in ganz Europa wird, weil es nur mit Importkohle und importiertem Atomstrom am Laufen gehalten werden kann.
Ein wenig erinnert mich das auch an Kaiser Nero. Putin ante portas? Es droht der Untergang des Deutschen Reichs? Dann stecken wir es doch lieber gleich selbst in Brand bzw. begraben es unter Stahlbetontürmen! So können wir uns wenigstens rühmen, unser Land selbst zugrunde gerichtet zu haben.

Daten zur Realität der deutschen Energieversorgung finden sich auf der Website des  Statistischen Bundesamts: Stromerzeugung im 1. Halbjahr 2021: Kohle wichtigster Energieträger. Pressemitteilung Nr. 429 vom 13. September 2021.

Bild: Herrmann Dirr: Dahl bei Paderborn

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