Kategorie: Literatur und Kunst

Interview mit Nadja Dietrich über ihren neuen Roman „Der Tote im Reichstag und die verträumte Putzfrau“

Bild: Reichstag von Andreas Mattern Rother Baron: Frau Dietrich, seit Ihrem letzten Roman, Das russische Labyrinth, ist schon einige Zeit vergangen. Was hat Sie dazu bewogen, jetzt ein neues Projekt in Angriff zu nehmen? Nadja Dietrich: Im Russischen Labyrinth wird das Geschehen aus der Sicht einer Person geschildert, die der russischen Welt als Fremde gegenübertritt…

Das Russlandbild in der deutschsprachigen Literatur

Durch die mehrbändigen West-östlichen Spiegelungen liegen sowohl für das Deutschlandbild in der russischen Literatur als auch für das Russlandbild in der deutschsprachigen Literatur detailreiche Untersuchungen vor. Was fehlt, sind kürzere Überblicksdarstellungen, die eine erste Orientierung über Kontinuitäten und Diskontinuitäten des Russlandbildes in der deutschsprachigen Literatur bieten.Dies hat mich dazu bewogen, an dieser Stelle zwei Arbeiten…

In den Wind geblasen

Der künfige Literaturnobelpreisträger? Zur Verleihung des Literaturnobelpreises an Bob Dylan Die   Verleihung   des   Literaturnobelpreises   an   Bob   Dylan   ist   für   zahlreiche Menschen, die sich lesend und/oder schreibend mit Literatur beschäftigen, ein Schlag ins Gesicht. Dabei geht es gar nicht darum, ob und in welchem Ausmaß man den Liedtexten Bob Dylans literarische Qualität zugesteht. Entscheidend ist vielmehr…

Existenzialismus in den Romanen von Max Frisch

Die existenzialistische Philosophie ist für das Werk von Max Frisch von zentraler Bedeutung. Dabei zeigt sich, dass in verschiedenen Phasen seines Schaffens jeweils andere existenzialistische Strömungen im Vordergrund standen. Dies herauszuarbeiten, ist das Ziel des vorliegenden Beitrags, der aus Anlass des diesjährigen doppelten Jubiläums von Max Frisch (105. Geburtstag und 25. Todestag) erscheint. Existenzialismus in…

Das Geistesprodukt in der digitalen Welt – Chancen und Risiken

Texte zu veröffentlichen, stellt heute kein Problem mehr dar. Jeder kann jeden beliebigen Text jederzeit im Internet hochladen. Dennoch gibt es nach wie vor Bücher. Warum ist das so? Und: Haben die neuen digitalen Möglichkeiten auch Auswirkungen auf die veröffentlichten Inhalte? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf das Medium Buch und unsere Einstellung dazu? Das…

André Breton, der Züricher Dadaismus und die deutschsprachige Literatur – eine Spurensuche

Aus Anlass des 120. Geburtstags von André Breton am 18. Februar veröffentlicht der Rothe Baron zwei Texte, die den Spuren des Surrealismus in der deutschsprachigen Literatur nachgehen. Der erste Text thematisiert anhand ausgewählter Gedichte die Einflüsse des französischen Surrealismus auf die deutschsprachige Lyrik. Der zweite Text spannt den Bogen etwas weiter und diskutiert dabei auch…

Der Anti-Genius – Zum 120. Todestag Paul Verlaines

Am 8. Januar jährt sich der Todestag von Paul Verlaine zum 120. Mal. Aus diesem Anlass gibt es auf rotherbaron eine kurze Einführung in Verlaines lyrisches Selbstverständnis. Dieses wird vor dem Hintergrund der bewegten Biographie des Dichters diskutiert und anhand einiger Übertragungen von Gedichten Verlaines veranschaulicht. ganzen Text lesen: Der Anti-Genius -Zum 120. Todestag Paul…

Die Liebe, ein Abgrund – Über die Paradoxie von Weihnachten als „Fest der Liebe“

Im Widerspiel des Unmöglichen mit dem Möglichen erweitern wir unsere Möglichkeiten. Ingeborg Bachmann (1959) Jesus Christus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Rainer Maria Rilke sagt: „Gott dunkelt hinter seinen Welten.“ Ja, was denn nun? In seiner Weihnachtsansprache versucht der Rothe Baron, Licht in das Dunkel zu bringen (oder vielleicht doch Dunkel in das…

Alte und neue Perlen – Einladung zu einer Buchmesse im Lesekabinett

Manchmal träume ich mich in die Schreibstube eines mittelalterlichen Klosters zurück. Die Bibliothek, der ich als Mönch die zu kopierenden Bücher entnähme, wäre von überschaubarer Größe; und angesichts der niedrigen Alphabetisierungsrate und der nur manuell zu bewerkstelligenden Reproduzierbarkeit der einzelnen Werke könnte ich mir sicher sein, dass das auch so bliebe. Würde ich mir das…

Gedicht

Gastbeitrag von Ilona Lay: Gedicht über Windkraft und Naturzerstörung Meine Braut Ein geflügeltes Pferd ist meine Braut. Ihre Mähne, glänzend von silbrigem Tang, umflackert sie fledermaushaft, wenn mit dem Sturmwind sie tanzt. Eine trächtige Kuh ist meine Braut. Ihre Augen, zwei blühende Krater, weisen den Weg zu den fruchtbarsten Weiden, zu Gärten mit Früchten, nektarschwer,…