Die Welt – ein Traum / The world – a dream

Wie die Sprache der Träume unseren Horizont erweitern kann / How the language of dreams can widen our horizons

Träume werden auch heute noch vielfach als eine Art Trunkenheit des Gehirns belächelt. Dabei lässt sich in ihnen manches viel prägnanter ausdrücken als in der Sprache des wachen Zustands. Träume sind deshalb auch enge Verwandte der Kunst. Ein Begleitessay zu dem neuen Reiseziel auf literatuplanet.com: dem Land der Träume.

Die Sprache der Träume: Denken wie im Fluge

Die Traumsprache als ursprüngliche Sprache der Menschen

Der Traum als Bruder der Poesie

Der Traum von der Poetisierung der Welt

Sprache, Traum und Wirklichkeit

Utopische und dystopische Träume

Träume als Wegweiser im Labyrinth des Lebens

Nachweise

English Version

Die Sprache der Träume: Denken wie im Fluge

„Im Traume“, so Gotthilf Heinrich von Schubert in seinem 1814 erschienenen Werk über „die Symbolik des Traumes“, scheint „die Seele eine ganz andre Sprache zu sprechen als gewöhnlich“. „Naturgegenstände“ oder bestimmte „Eigenschaften der Dinge“ könnten hier für Personen stehen, während umgekehrt „Eigenschaften oder Handlungen unter dem Bilde von Personen“ erscheinen könnten.
Wenn die Seele, so Schubert weiter, in dieser Sprache rede, „folgen ihre Ideen einem andern Gesetz der Assoziation als gewöhnlich“. Kennzeichnend für dieses sei, dass die ‚Ideenverbindungen’ dabei „einen viel rapideren (…) Gang oder Flug“ nähmen „als die des wachen Zustandes, wo wir mehr mit unsern Worten denken“. Durch die „hieroglyphische[n], seltsam aneinandergefügte[n] Bilder“ des Traumes könnten wir in wenigen Augenblicken mehr ausdrücken, „als wir mit Worten in ganzen Stunden auseinanderzusetzen vermöchten“. So sei die Sprache des Traumes „unendlich viel ausdrucksvoller, umfassender, der Ausgedehntheit in die Zeit minder unterworfen“ als „unsre gewöhnliche Wortsprache“.

Die Traumsprache als ursprüngliche Sprache der Menschen

Indem er die Möglichkeiten betont, die der Traum dem Menschen bietet, möchte Schubert keineswegs „dem Traume vor dem Wachen“ oder gar „dem Närrischsein vor der Besonnenheit“ den Vorzug geben. Sein Ziel ist es eher, die Traumsprache nach der Verachtung, mit der ihr im aufklärerischen Zeitalter begegnet worden ist, wieder zu rehabilitieren. Seiner Auffassung nach ist diese nämlich die eigentliche, urtümliche Sprache der Menschen – in die die Seele unwillkürlich zurückfalle, „sobald sie im Schlafe oder Delirio aus der gewöhnlichen Verkettung (…) frei geworden“.

Der Traum als Bruder der Poesie

Hieraus folgt für Schubert auch eine enge „Verwandtschaft“ der „Sprache der Poesie“ mit „der Sprache des Traumes“. Wie diese „der Seele natürlich und gleichsam angeboren“ sei, so sei auch die „Poesie die ursprüngliche Sprache der Völker gewesen“. Wie der Traum spreche diese „in Bildern und Hieroglyphen“ zu uns und helfe uns so dabei, den „Schlüssel zu unserem innern Rätsel“ zu finden. Gleiches gelte für die Sprache der Offenbarung, die ebenfalls unter der Sprache des Verstandes begraben worden sei.
So stelle sich die Frage, „ob nicht eben jene Sprache“ des Traumes bzw. der Poesie „die eigentliche wache Rede der höheren Region sei, während wir, so wach wir uns glauben, in einem langen, mehrtausendjährigen Schlaf (…) versunken“ seien und von der eigentlichen Sprache unseres Geistes „wie Schlafende von der lauten Rede der Umstehenden nur einzelne dunkle Worte vernehmen“.

Der Traum von der Poetisierung der Welt

Aus diesen Worten spricht unverkennbar der Geist der Romantik. Denn auch dieser ging es ja darum, die Herrschaft zu überwinden, welche, so Novalis, „die dürre Zahl und das strenge Maß“ über die Welt ausübten. Ziel der Romantiker war deshalb eine „Romantisierung“ bzw. „Poetisierung“ – oder genauer: Re-Poetisierung – der Welt, durch die diese wieder in ihrer ganzen Bedeutungsfülle zu den Menschen sprechen könnte. Das entscheidende Mittel hierfür war, wie es Novalis in den Hymnen an die Nacht ausdrückt, „die allverwandelnde, allverschwisternde Himmelsgenossin, die Fantasie“ (Hymnen an die Nacht: 22 f.)
Die Art und Weise, wie Novalis den durch die Phantasie bewirkten Verwandlungsprozess beschreibt, weist deutliche Analogien zu Schuberts Charakterisierung der Traumsprache auf. So beschreibt Novalis den Vorgang der „Romantisierung“ der Welt mit den Worten: „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.“ Umgekehrt bekomme „das Höhere, Unbekannte, Mystische, Unendliche“ auf diese Weise „einen geläufigen Ausdruck“ (Fragmente: 313). Dieses Bestreben, im Unscheinbaren das Wunderbare, alles Verändernde zu entdecken, entspricht Schuberts Betonung der Andersartigkeit der Traumsprache, in der wir intuitiv Zusammenhänge erkennen können, die uns im wachen Zustand verborgen bleiben.

Sprache, Traum und Wirklichkeit

Ein Nachhall dieser Denkfiguren findet sich auch in dichtungstheoretischen Überlegungen Günter Eichs aus dem Jahr 1956. Eich betont dabei, dass Wesen, deren „Sinne (…) fragwürdig“ seien, nicht wissen könnten, „was Wirklichkeit ist“. So sei der Mensch dazu verurteilt, sich die meiste Zeit „wie ein taubstumm Blinder“ durch die Welt zu bewegen. Abhilfe könne nur „die eigentliche Sprache“ schaffen, „in der das Wort und das Ding zusammenfallen“. Diese ist zwar nach Eichs Überzeugung unwiederbringlich verloren, kann jedoch in der poetischen Sprache zumindest ahnungsweise rekonstruiert werden.

Utopische und dystopische Träume

Wie bei den Romantikern sind dabei auch bei Eich dichterisches Schaffen und Traumsprache eng miteinander verbunden. Dies zeigt sich insbesondere in seinem Hörspiel Träume aus dem Jahr 1950. Anders als etwa Novalis in seinem Heinrich von Ofterdingen, nutzt Eich die Traumsprache allerdings eher zur Gestaltung von Dystopien als zur Formulierung eines utopischen Einsseins des Menschen mit dem Ganzen des Seins. Die fünf Träume des Hörspiels sind veritable Alpträume: Menschen fahren in einem fensterlosen Zug durch eine Welt, zu der sie jeden Bezug verloren haben; ein Elternpaar verkauft aus rein pragmatischen Erwägungen sein Kind an einen Menschenschlächter; eine Familie wird von der Stadtgemeinschaft mit Verbannung bestraft, weil sie ein Gebot der Invasoren missachtet hat; ein Mann verliert bei einer Urwaldexpedition sein Gedächtnis und findet nun nicht mehr aus dem Dschungel heraus; eine Termitenhorde zersetzt unmerklich Häuser und Menschen.
Die Träume lassen sich zum einen allgemein auf die menschliche Existenz beziehen: auf die Eingeschränktheit der menschlichen Wirklichkeitswahrnehmung, auf die „Wolfsnatur“ des Menschen, auf menschlichen Opportunismus, die „Irrfahrt“ des Daseins und den Tod, der den Menschen von innen heraus zerfrisst. Zum anderen spiegeln die Träume aber auch ganz konkrete soziale und politische Problemlagen wider: die Bedrohung der Welt durch Umweltzerstörung und Aufrüstung, die sich im Verborgenen, hinter den Mauern des heilen Alltaglebens, vollzieht und dieses schleichend unterminiert; ausbeuterische Wirtschaftsverhältnisse; das Mitläufertum der Nazi-Zeit; das selbstvergessene Versinken in der Wohlstandswelt.

Träume als Wegweiser im Labyrinth des Lebens

Dies zeigt: Die Sprache des Traumes – bzw. ihre dichterische Nutzung – malt nicht notwendigerweise „traumhafte Zustände“. Sie kann zwar durchaus, im Sinne der Romantik, ein unmittelbareres Welterleben ermöglichen und so dazu beitragen, dass wir unsere Entfremdung von der Natur zu¬mindest zeitweise hinter uns lassen und eine Ahnung von der ursprünglichen Ich-Umwelt-Harmonie erhalten. Sie kann aber ebenso gut diese Entfremdung selbst in altptaumhaften Bildern gestalten. Und sie kann darüber hinaus schließlich auch die Abgründe aufzeigen, die sich durch bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen und individuelle Lebenswege oder allgemein aus der „condition humaine“ ergeben können.
Entscheidend ist, dass die Sprache des Traumes uns dabei helfen kann, klarer zu sehen – auch wenn die Traumbilder selbst uns auf den ersten Blick fremd und rätselhaft erscheinen mögen. Gerade die Distanz, die sie uns der Welt und insbesondere unserem eigenen Inneren gegenüber ermöglichen, kann uns die Dinge in einem anderen Licht sehen lassen. Dies kann auch und gerade dann hilfreich sein, wenn es dabei um unsere eigenen Abgründe geht. Denn rührt unsere Dämonenhaftigkeit nicht zu einem großen Teil daher, dass wir uns unseren inneren Dämonen nicht stellen und ihnen so die Macht geben, uns von innen heraus zu überwältigen?

Nachweise

Eich, Günter: Träume (Hörspiel, entstanden 1950, Ursen­dung 1951, Erstdruck 1953). In: Ders.: Gesammelte Werke, Bd. II, hg. von Heinz Schwitzke. Frankfurt/Main 1973: Suhrkamp; kommentierte Ausgabe: G.E.: Träume. Text und Materialien, bearbeitet von Klaus Klöckner. Berlin 1996: Cornelsen.

Ders.: Der Schriftsteller vor der Realität (1956; Vortrag). In: Volker, Ludwig (Hg.): Lyriktheorie. Texte vom Barock bis zur Ge­genwart, S. 383 f. Stuttgart 1990: Reclam (Vortrag nachzuhören in einem ARD-Radioabend zu Günter Eich aus dem Jahr 2007, ab 41:37).

Novalis (Friedrich von Hardenberg): Hymnen an die Nacht (1800); hier zit. nach Ders.: Hymnen an die Nacht; Heinrich von Ofterdingen, S. 7 – 36. Nachwort, Zeittafel, Erläuterungen und bibliographische Hinweise von Helmut Pfotenhauer. München 1978: Gold­mann (zuerst Stuttgart 1960: Kohlhammer).

Ders.: Fragmente (aus der Nachlese von Bülow). In: Novalis: Werke in zwei Bänden, Bd. 2: Die Christenheit oder Europa und andere philosophische Schriften, S. 277 – 375. Köln 1996: Könemann.

Schubert, Gotthilf Heinrich von: Die Symbolik des Traumes. Bamberg 1814: Kunz (Zitate S. 1 f. und 14 f.; Rechtschrei­bung angepasst).

Bildnachweise: 1. Joan Brull (1863 – 1912): Traum, um 1905 (Barcelona, Nationales Kunstmuseum von Katalonien); 2. Franz Hanfstaengl: Fotografie von Gotthilf Heinrich von Schubert 1859 (Bildarchiv Austria); 3. Franz Gareis: Portrait von Novalis (Friedrich von Hardenberg), um 1799 (Wikimedia); 4. Johann Heinrich Füssli: Der Nachtmahr (1790/91); Goethehaus Frankfurt/Main; 5. Johann Heinrich Füssli (1741 – 1825): Der Traum des Hirten (1793); Tate Britain (Tate Gallery), London

English Version

The world – a dream

How the language of dreams can widen our horizons

Even today, dreams are often treated as a kind of drunkenness of the brain. Yet many things can be expressed much more concisely in them than in the language of the waking state. Dreams are therefore also close relatives of art. An accompanying essay on the new destination on literatuplanet.com: the land of dreams.

The language of dreams: thinking as if in flight

The language of dreams as the primal language of human beings

The dream as a brother of poetry

Poetising the world

Language, dream and reality

Utopian and dystopian dreams

Dreams as guideposts in the labyrinth of life

References

The language of dreams: thinking as if in flight

„In dreams“, says the German physician and philosopher Gotthilf Heinrich von Schubert (1780 – 1860) in his work on the „Symbolism of Dream“ (1814), „the soul seems to speak a completely different language than usual“. „Natural objects“ or certain „characteristics of things“ could then stand for persons, while conversely „characteristics or actions“ might take on the form of concrete persons.
When the soul, so Schubert continues, speaks in this language, „its ideas follow a different law of association than usual“. This is characterised by the fact that the „connections of ideas“ take „a much more rapid (…) course or flight“ than „those of the waking state, where we think more with our words“. Through the „hieroglyphic, strangely juxtaposed images“ of the dream, we can express more in a few moments „than we are able to express with words in several hours“. Thus the language of dreams is „infinitely more expressive, more comprehensive, less subject to extension into time“ than „our ordinary word language“.

The language of dreams as the primal language of human beings

By emphasising the possibilities that the dream offers to humans, Schubert by no means wants to give preference to „dreaming over waking“ or even to „foolishness over thoughtfulness“. His aim is rather to rehabilitate the language of dreams after the contempt with which it was treated in the Age of Enlightenment. In his view, this language is the actual, primal language of human beings – into which the soul involuntarily falls back „as soon as sleep or a state of ecstasy liberate it from the usual concatenation“.

The dream as a brother of poetry

For Schubert, this also implies a close „relationship“ between the „language of poetry“ and „the language of dreams“. Just as the latter is „natural and, so to speak, innate to the soul“, so „poetry was the original language of the peoples“. Like dreams, poetry speaks to us „in images and hieroglyphs“ and thus helps us to find the „key to our inner riddle“. According to Schubert, the same applies to the language of Revelation, which has also been buried under the language of the intellect.
This raises the question of „whether that very language“ of dreams or poetry is not „the actual awake speech of the higher region, while we, as awake as we believe ourselves to be, are sunk in a long sleep of several thousand years (…)“ and can only hear „individual dark words from the actual language of our spirit, like sleeping people perceive only individual dark words from the loud speech of the people around them“.

Poetising the world

These words unmistakably reflect the spirit of Romanticism – which was also concerned with overcoming the domination that, according to the German poet Novalis (Friedrich von Hardenberg, 1772 – 1801), „the barren number and the strict measure“ exercised over the world. The Romantics‘ goal was therefore to „romanticise“ or „poetise“ – or more precisely: re-poetise – the world, through which it could once again speak to people in all its richness of meaning. The decisive means for this was, as Novalis puts it in his Hymnen an die Nacht (Hymns to the Night), „the all-transforming, all-embracing celestial companion, the imagination“ (Hymnen an die Nacht: 22 f.).
Novalis‘ description of the process of transformation that is brought about by the dream shows clear analogies to Schubert’s characterisation of the language of dreams. Thus Novalis describes the process of „romanticising“ the world with the words: „By giving the common a high sense, the ordinary a mysterious appearance, the familiar the dignity of the unfamiliar, the finite an infinite appearance, I romanticise it.“ Conversely, „the higher, the unfamiliar, the mystical, the infinite“ is given „a familiar expression“ (Fragmente: 313). This endeavour to detect in the seemingly insignificant the miraculous, that which potentially changes everything, corresponds to Schubert’s emphasis on the otherness of the language of dreams, in which we can intuitively perceive connections that remain hidden from us when we are awake.

Language, dream and reality

An echo of these thought patterns can be found in Günter Eich’s poetological reflections from 1956, in which the writer emphasises that beings whose „senses (…) are doubtful“ cannot know „what reality is all about“. Thus humans would be condemned to move through the world most of the time „like a deaf and dumb blind person“. According to Eich, the only remedy for this is to regain „the actual language“, „in which the word and the thing coincide“. Although Eich is convinced that this language has been irretrievably lost, he hopes to reconstruct it at least vaguely in poetic language.

Utopian and dystopian dreams

As with the Romantics, Eich’s poetic work and the language of dreams are closely linked. This becomes particularly evident in his radio play Träume (Dreams) from 1950. Unlike Novalis, however, Eich uses the language of dreams rather to create dystopias than to formulate a utopian oneness of humans with the whole of existence. The five dreams in the radio play are veritable nightmares: People travel in a windowless train through a world to which they have lost all connection; a couple sells their child to a slaughterer of humans for purely pragmatic reasons; a family is punished by the town community with banishment for disobeying a commandment of the invaders; a man loses his memory during a jungle expedition and therefore cannot find his way out of the jungle; a termite horde imperceptibly decomposes houses and people.
On the one hand, the dreams can be related to human existence in general: to the limitations imposed on human perception of reality, to the „wolf nature“ of humans, to their opportunism, the „odyssey“ of existence and the death that consumes all creatures from within. On the other hand, the dreams also reflect very concrete social and political problems: the threat to the world posed by environmental destruction and permanent armament, taking place in secret, behind the walls of healthy everyday life, but nevertheless gradually undermining this life; exploitative economic conditions; the problem of hangers-on during the Nazi era; the self-forgetful sinking into the world of affluence.

Dreams as guideposts in the labyrinth of life

The language of dreams – or its poetic use – hence does not necessarily create „dreamy“ images. Admittedly, it can, in the sense of Romanticism, enable a more immediate experience of the world and thus help us to overcome our alienation from nature, at least temporarily, and to gain an inkling of the original harmony between the self and the environment. But it can just as well shape this alienation itself in nightmarish images. And finally, it can also show the abysses that can result from certain social developments and individual life paths or from the „conditio humana“ in general.
The crucial point is that the language of dreams can help us to see things more clearly – even if the dream images themselves may seem unfamiliar and enigmatic to us at first glance. It is precisely the distance they enable us to keep from the world, and especially from our own inner selves, that can make us see things in a different light. This is all the more true when they reflect our own abysses. After all, doesn’t our demonic nature stem to a large extent from the fact that we don’t face our inner demons and thus give them the power to overwhelm us from within?

References

Eich, Günter: Träume (Dreams; radio play, written 1950, first broadcast 1951, first printed 1953). In: G.E.: Gesammelte Werke, vol. II, ed. by Heinz Schwitzke. Frankfurt/Main 1973: Suhrkamp; annotated edition: G.E.: Träume. Texte und Materialien, edited by Klaus Klöckner. Berlin 1996: Cornelsen (Translation into English: Meyknecht Hovet, Ursula: Dreams. A translation of Günter Eich’s Träume. University of North Dakota, 1995).

Eich, Günter: Der Schriftsteller vor der Realität (The Writer before Reality, 1956). In: Volker, Ludwig (ed.): Lyriktheorie. Texte vom Barock bis zur Gegenwart, p. 383 f. Stuttgart 1990: Reclam (The lecture can be heard in an radio evening on Günter Eich from 2007, from 41:37 onwards).

Novalis (Friedrich von Hardenberg): Hymnen an die Nacht (Hymns to the Night, 1800); here quoted from Novalis: Hymnen an die Nacht; Heinrich von Ofterdingen, pp. 7 – 36. Afterword, chronological table, explanations and bibliographical references by Helmut Pfotenhauer. Munich 1978: Goldmann (first Stuttgart 1960: Kohlhammer); Translation by George MacDonald (1897).

Novalis: Fragmente (from the Nachlese by Bülow). In: Novalis: Werke in zwei Bänden, Vol. 2: Die Christenheit oder Europa und andere philosophische Schriften, pp. 277 – 375. Cologne 1996: Könemann (Translation into English: Novalis: Philosophical Writings, translated and edited by Margaret Mahony Stoljar. Albany, NY: State University of New York Press, 1997).

Schubert, Gotthilf Heinrich von: Die Symbolik des Traumes (The Symbolism of Dream). Bamberg 1814: Kunz.

Picture credits: Title: Joan Brull (1863 – 1912): Dream, ca. 1905 (Barcelona, National Art Museum of Catalonia); 2. Johann Heinrich Füssli (1741 – 1825): The shepherd’s dream (1793); Tate Britain (Tate Gallery), London; 3. Franz Hanfstaengl: Photograph of Gotthilf Heinrich von Schubert 1859 (Bildarchiv Austria); 4. Franz Gareis: Portrait of Novalis (Friedrich von Hardenberg), ca. 1799 (Wikimedia): 5. Johann Heinrich Füssli: The nightmare (1790/91); Goethehaus Frankfurt/Main;

2 Kommentare

  1. Danke für diesen interessanten, zum Nachdenken anregenden Text! – Ich glaube, in unserer technokratischen Zeit entfremden wir uns immer mehr von der “Sprache der Träume“ und der Poesie. Günter Eichs „Träume“ zeigen, dass es nicht um Weltflucht geht, sondern Träume und Poesie „Sand im
    Getriebe“ einer vordergründig rationalen, aber im Prinzip irrational-destruktiven Zeit sein können.

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