Windkraft: Gesundheitsgefahren durch Infraschall

Fakten und Faktenleugnung

Tusnelda

Deutschland: Da hilft nur noch Auswandern!

Die Gesundheitsgefahren durch Infraschall, wie er u.a. von Windkraftanlagen erzeugt wird, treten in der wissenschaftlichen Forschung immer deutlicher zu Tage. In der Diskussion über den Ausbau der Windenergie werden sie jedoch kaum zur Kenntnis genommen.

Inhalt

Infraschall: Das große Schweigen
Wesen und Wirkung von Infraschall
Gesundheitliche Risiken durch Infraschall
Verharmlosung von Infraschall
Infraschallimmissionen: Die Radioaktivität des Windstromzeitalters
Nachweise und Links 

Infraschall: Das große Schweigen

Eine Meldung im Radio: Beim Energieministertreffen am 3. Dezember 2019 fordert der niedersächsische Vertreter Olaf Lies (SPD) eine rasche Lösung der 10H-Problematik (also der in Bayern bestehenden und derzeit bundesweit angedachten Regelung, wonach beim Bau von Windkraftanlagen das Zehnfache ihrer Höhe als Abstand zu Wohngebäuden einzuhalten ist). An dieser Frage dürfe die Energiewende nicht scheitern.
So unscheinbar die Nachricht auch wirkt – es lohnt sich doch, sie genauer zu analysieren. Bemerkenswert ist sie für mich aus drei Gründen:

  1. Die Gesundheitsgefahren durch Infraschallimissionen von Windkraftanlagen – denen die 10H-Regelung begegnen soll – werden heruntergespielt. Sie erscheinen als lächerliches Hindernis, das den Weg Deutschlands zum Energiewendeweltmeister keineswegs gefährden dürfe.
  1. Maßgebliche politische Entscheidungsträger leben nach wie vor in einem energiepolitischen Luftschloss, in dem Windräder als eine Art bessere Bäume erscheinen, die mit sanftem Flügelschlag den dreckigen Atem der Kohlemonster vertreiben.
  1. Die Nachrichten sind selektiv. Auf eine Meldung wie „Ärzte für Immissionsschutz warnen vor Infraschall durch Windkraftanlagen“ kann man lange warten. Der „Klima-Notstand“ geht demnach offenbar auch mit einem medialen Notstand einher, sprich: mit einer selektiven Berichterstattung. Über die schädlichen Auswirkungen von Windkraftanlagen darf zwar in Hintergrundsendungen berichtet werden. In den Hauptnachrichten gilt aber nach wie vor das Dogma: Windkraft ist ein Allheilmittel. Alles folgt der Logik: Das Klima ist in Not, also müssen wir das Klima retten, auch wenn Mensch und Natur dabei auf der Strecke bleiben.

Wesen und Wirkung von Infraschall

Angesichts einer solchen ostentativen Verweigerungshaltung gegenüber den Fakten erscheint es hilfreich, eben diese noch einmal genauer zu betrachten. Wichtig ist dabei zunächst, sich über Wesen und Wirkung von Infraschall klar zu werden.
Wir alle wissen: Schallwellen werden von Menschen nur in einem bestimmten Frequenzbereich wahrgenommen. Infra- und Ultraschall liegen jenseits der menschlichen Wahrnehmungsschwelle, sind für das menschliche Gehör also entweder zu niedrig- oder zu hochfrequent. Dies bedeutet allerdings nicht, dass diese Schallwellen ohne Auswirkung auf den Menschen wären. Denn die Frequenz sagt ja nur etwas über die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls aus.
Hiervon zu unterscheiden ist der Schalldruckpegel, der in Dezibel gemessen wird. Auch niederfrequenter Schall kann über einen hohen Schalldruckpegel verfügen. Dieser wird vom menschlichen Gehör jedoch erst viel später registriert als bei höherfrequentem Schall. Selbst ein unmittelbar gesundheitsschädlicher Schalldruckpegel von über 100 Dezibel, wie er etwa von Presslufthämmern erzeugt wird, ist im Infraschallbereich allenfalls als undeutliches Brummen oder Vibrieren wahrzunehmen, bei höheren Pegeln als Druck auf dem Trommelfell oder der Brust. Infraschall ist demnach gerade deshalb so gefährlich, weil er vom Menschen nicht unmittelbar als Bedrohung erkannt werden kann.
Hinzu kommt, dass man sich gegen Infraschall schlechter schützen kann als gegen höherfrequenten Schall. Denn die großen Wellenlängen, in denen er sich ausbreitet, haben zur Folge, dass Schallmauern oder natürliche Hindernisse wie Wälder oder Felswände ihn kaum oder nur unzureichend dämpfen. Auch schwächt er sich mit zunehmender Entfernung von der Schallquelle weit weniger ab als höherfrequenter Schall.

Gesundheitliche Risiken durch Infraschall

Zu den Wirkungen von Infraschall sind in letzter Zeit mehrere neue Studien erschienen. Für eine ausführliche Würdigung und Einordnung verweise ich an dieser Stelle auf die im Anhang aufgeführten Links. In einem kursorischen Überblick stellen sich die wichtigsten Erkenntnisse über Gesundheitsgefahren durch Infraschall wie folgt dar:

  1. Untersuchungen an der Universität Mainz, bei denen die Auswirkung von Infraschall auf Herzmuskelzellen untersucht wurde, haben eine Herabsetzung der Kontraktionskraft des Herzens um 20 Prozent infolge der Infraschall-Exposition ergeben (1). Tierexperimente deuten auf die Möglichkeit der Entwicklung von Fibrosen am Herzen als Folge von Infraschall hin, also auf eine krankhafte Veränderung des Herzmuskelgewebes und ein damit einhergehendes erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen (2).
  1. Studien am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf haben gezeigt, dass durch Infraschall insbesondere jene Hirnregionen zu vermehrter Aktivität angeregt werden, die für die Stress- und Konfliktverarbeitung zuständig sind (3). Das Gehirn wehrt sich also unbewusst gegen einen Reiz, der durch die fehlenden Höreindrücke nicht angemessen eingeordnet werden kann. Auf der symptomatischen Ebene entsprechen dem Berichte von Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen vermehrt über Konzentrations- und Schlafstörungen sowie über Kopfschmerzen und Migräne klagen.
  1. US-amerikanische und kanadische Forscher haben Studien zur Auswirkung von Infraschall auf das Innenohr vorgelegt. Danach werden durch Infraschall die äußeren Haarzellen des Innenohrs angeregt. Dies kann zu Hörstörungen, aber auch zu Schwindelgefühlen wie bei der Seekrankheit führen (4).
  1. Eine kasachisch-ägyptische Studie hat anhand eines Tierversuchs nachgewiesen, dass bereits eine kurzzeitige Bestrahlung mit Infraschall das Immunsystem stimuliert, messbar an einer vermehrten Produktion von weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Dies legt nahe, dass eine dauerhafte Belastung durch Infraschall zu einer krankhaften Leukozyten-Vermehrung führen und damit die Gefahr von Blutkrebs (Leukämie) erhöhen kann (5).
  1. Eine 2018 veröffentlichte Studie von Eric Zou kommt zu dem Schluss, dass sich im Fall einer permanenten Belastung durch Infraschall, in Verbindung mit den anderen belastenden Auswirkungen von Windkraftanlagen (Schlagschatten, Disco-Effekt, Naturverlust), die Selbstmordrate bei in deren Nähe lebenden Menschen signifikant erhöht (6).

Verharmlosung von Infraschall

Für das „Wind Turbine Syndrom“, das Nina Pierpont bereits 2009 eingehend beschrieben hat (7), gibt es mittlerweile also eine Reihe von empirischen Belegen. Wer dieser eindeutigen Faktenlage zum Trotz die Gesundheitsgefahren durch Infraschall von Windkraftanlagen negieren möchte, benötigt dafür schon ein gut bestücktes Propaganda-Arsenal. Zwei Punkte werden dabei von der Windstromlobby besonders gern ins Schaufenster ihrer Produktwerbung gestellt:

  1. die Tatsache, dass Infraschall nicht nur von Windkraftanlagen, sondern auch von diversen anderen technischen Geräten (u.a. von Gasturbinen, Kompressoren und Klimaanlagen) und sogar natürlicherweise (etwa durch Meeresbrandung, Lawinen oder Gewitter) erzeugt wird;
  2. der so genannte „Nocebo-Effekt“, der in Bezug auf Windkraftanlagen bedeutet, dass Menschen schädliche Auswirkungen von diesen erwarten und eher an sich wahrnehmen, wenn sie zuvor über die möglichen Gesundheitsgefahren durch Windkraftanlagen aufgeklärt worden sind.

Beide Argumente sind allerdings bei näherem Hinsehen nicht stichhaltig. Das erste Argument wird von der Windstromlobby in ähnlicher Form auch in Bezug auf Vögel gebraucht: Vögel sind auch durch andere Faktoren bedroht (Fensterscheiben, Katzen, Umweltgifte …), also kann man sie auch mit Windkraftrotoren schreddern.
Eine Zerstörung soll demnach eine andere legitimieren. Aber wäre es andersherum nicht logischer? Müsste man den Vogelschutz nicht intensivieren, wenn Vögel ohnehin schon durch bestimmte Auswüchse der menschlichen Zivilisation bedroht sind? Und müsste man, wenn Menschen ohnehin schon der gesundheitsgefährdenden Wirkung von Infraschall ausgesetzt sind, nicht alles tun, um zusätzliche Immissionsquellen zu vermeiden?
Das zweite Argument, das Windkraftkritiker als Simulanten hinstellt, beruht auf einer selektiven Interpretation der Fakten. Dass Menschen eher über Herzrhythmusstörungen klagen, wenn sie wissen, dass diese von den Infraschallimissionen von Windkraftanlagen ausgelöst werden können, bedeutet ja nicht, dass diese Beschwerden vorher nicht dagewesen wären. Es ist eher so, dass die allgegenwärtige Windkraftpropaganda eine einschüchternde Wirkung entfaltet, die viele daran hindert, offen über ihre Empfindungen zu sprechen.
Gibt man den unter Windkraftanlagen Leidenden die Fakten an die Hand, so ergeht es ihnen wie einem Kranken, dessen körperliche Symptome lange Zeit von den Ärzten als psychosomatische Beschwerden abgetan worden sind. Auf einmal müssen sie nicht mehr so tun, als wären die neuen „Energielandschaften“ ein Jungbrunnen für sie, der sie in eine herrliche Zeit reuelosen Energiekonsums führe. Das diffuse Unbehagen, das sie beim Anblick der gigantischen Stahlbetontürme befällt, nimmt durch die Verdeutlichung der Gesundheitsgefahren klare Konturen an, so dass sie sich dann auch zu ihren Empfindungen bekennen können.

Infraschallimmissionen: Die Radioaktivität des Windstromzeitalters

Die Infraschallimissionen von Windkraftanlagen sind das, was bei Atomkraftanlagen die radioaktive Strahlung war. Das Argumentationsmuster derer, die die neue Form der Energieerzeugung um jeden Preis durchdrücken wollen, ist exakt dasselbe: Was man nicht sieht und hört, kann auch nicht schädlich sein. Wer etwas anderes behauptet, ist ein Simulant, der anderen den Weg ins neue Energiezeitalter und damit die Zukunft verbauen möchte.
Erhöhte Krankheitsfälle in der Nähe der neuen Energieanlagen werden als Zufälle hingestellt, für den Nachweis etwaiger Zusammenhänge werden neue Forschungen gefordert, die dann jedoch, siehe oben, in gewünschter Weise angelegt und gedeutet werden. In der Regel werden sie allerdings erst gar nicht durchgeführt: Die Anzahl der Studien zu den Auswirkungen von Infraschall durch Windkraftanlagen nimmt in dem Maße ab, wie ein Land in diese investiert (8).
Selbst wenn jedoch bestritten wird, dass die Beschreibung der gesundheitsgefährdenden Auswirkungen von Infraschall auf gesicherten Erkenntnissen basiert, müsste das Vorsorgeprinzip gelten. Dieses ist in Paragraph 191 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union für den Bereich der Gesundheits- und Umweltpolitik klar formuliert (9): Sobald es den begründeten Verdacht einer Gesundheitsbedrohung durch ein bestimmtes Produkt oder eine Technologie gibt, müssen diese bis zum Nachweis ihrer Unschädlichkeit vom Markt genommen werden. Im Falle der Windkraft geschieht jedoch gerade das Gegenteil: Anstatt dass die Windstrombetreiber die Unbedenklichkeit ihrer Technologie nachweisen müssen, wird von den Geschädigten verlangt, die Gesundheitsgefahren mit immer neuen Studien zu belegen.
Die 10H-Regel ist dabei ohnehin nur ein willkürlicher Kompromiss: Der Schalldruckpegel von Windkraftanlagen hat sich bei größeren Windparks noch in mehreren Kilometern Entfernung nachweisen lassen (10). Dass ab einem Abstand von ein bis zwei Kilometern zu Windkraftanlagen keine Gesundheitsgefahr mehr besteht, ist also reines Wunschdenken.
Hinzu kommt: Wenn man die 10H-Regelung bundesweit einführt, wird sie zu einem verstärkten Bau von Windkraftanlagen in unberührter Natur führen, also die ohnehin schon außer Kontrolle geratene Zerstörung natürlicher Lebensräume für Tiere und Pflanzen weiter beschleunigen. Dies würde langfristig aber ebenfalls der menschlichen Gesundheit und dem angestrebten menschenfreundlichen Klima schaden.
Die Schlussfolgerung kann deshalb nur lauten: Das Ende der Fahnenstange ist erreicht. Wir brauchen dringend ein Windkraftmoratorium, letztlich sogar einen Abbau von Windkraftanlagen.
Was ich mir wünschen würde: ein Windstromkonklave, bei dem die politischen Entscheidungsträger für ein paar Tage an einem Ort versammelt wären und die Fakten zur Windkraft präsentiert bekämen – und zwar so lange, bis auch das letzte Gehirn von den Einflüsterungen der Windstromlobby gereinigt wäre. Wer danach immer noch als Windstrom-Junkie weiterleben möchte, kann das gerne tun. Aber bitte in genau abgegrenzten Reservaten und unter Anleitung von Energie-Sozialarbeitern, die die Süchtigen ganz allmählich wieder an das normale Maß eines naturverträglichen Energiekonsums heranführen.

Nachweise und Links:

Für eine vertiefende Einführung in die Thematik empfehlenswert:

Hermes, Birgit: Infraschall – unerhörter Lärm. ZDF, planet e, 4. November 2018 [Fernsehdokumentation mit Experten-Interviews und Hintergrundberichten].

Lenzen-Schulte, Martina / Schenk, Maren: Windenergieanlagen und Infraschall. Der Schall, den man nicht hört. In: Deutsches Ärzte-Blatt 116 (2019), H. 6 [gut recherchierter Überblick über die einschlägigen Studien zum Thema].

Ein guter Überblick über Infraschall und seine Auswirkungen findet sich auf der Website derÄrzte für Immissionsschutz (AEFIS) sowie auf vernunftkraft.de, mit zahlreichen Links, u.a. zu Experten-Vorträgen.

Eine gut bestückte Linksammlung zum Thema Infraschall, die auch die Belastungen für die Tierwelt berücksichtigt, bietet auch Jutta Reichardt auf windwahn.com.

Engagierte Kommentare zur politischen Missachtung der Infraschallproblematik finden sich auf der Website von René Sternke.

Zitierte Studien

  1. Vahl, Christian-Friedrich / Ghazy Ahmed / Chaban Rayan: Are there harmful effects caused by the silent noise of infrasound produced by windparks? An experimental approach. In: Thorac cardiovasc Surg 66 (2018); S. 1 – 110; vgl. auch das Interview von Michael Bermeitinger mit Christian-Friedrich Vahl in der Allgemeinen Zeitung vom 5. März 2018: Windkraft – Störsender fürs Herz. Mainzer Forscher untersuchen Folgen des Infraschalls.
  2. Lousinha, Ana u.a.: Infrasound induces coronary perivascular fibrosis in rats. In: Cardiovascular Pathology 37 (2018), S. 39 – 44.
  3. Weichenberger, Markus u.a.: Altered cortical and subcortical connectivity due to infrasound administered near the hearing threshold. In: Plos One, 12. April 2017.
  4. Harrison, Robert V.: On the biological plausibility of Wind Turbine Syndrome. In: International Journal of Environmental Health Research 25 (2015), S. 463 – 468. Hullar, Timothy E. / Salt, Alec N.: Responses of the ear to low frequency sounds, infrasound and wind turbines. In: Hearing Research 268 (2010), S. 12 – 21.
  5. Desouky, O.S. / Mohaseb, M.A. / Desouky, O.S.: The influence of the infrasound on the immunological properties of rats blood. In: Romanian Journal of Biophysics 20 (2010), S. 245 – 255; in Auszügen übersetzt, kommentiert und verlinkt von Jutta Reichardt auf windwahn.com.
  6. Zou, Eric: Wind Turbine Syndrome: The Impact of Wind Farms on Suicide. American Economic Journal: Economic Policy, September 2018.
  7. Pierpont, Nina: Wind Turbine Syndrome. A report on a natural experiment (2009). Windturbinesyndrome.com.
  8. Freiberg, Alice / Girbig, Maria, Murta, Vanise C. / Schefter, Christiane / Seidler, Andreas: Health effects of wind turbines on humans in residential settings: Results of a scoping review. In: Environmental Research 169 (2019), S. 446 – 463.
  9. EUR-Lex: Summaries of EU Legislation: Vorsorgeprinzip (zuletzt aktualisiert am 30. November 2016).
  10. Arrowsmith, Stephen, Blom, Philip, Jones, Kyle, Marcillo, Omar: On infrasound generated by wind farms and its propagation in low‐altitude tropospheric waveguides. In: Journal of Geophysical Research: Atmospheres 120 (2015), 19, S. 9855 – 9868.

Weitere Links im Windstromkartell unter dem Stichwort „Leugnung der Belastung durch Infraschall“

 

Bild: privat ©rotherbaron

  17 comments for “Windkraft: Gesundheitsgefahren durch Infraschall

  1. Dezember 6, 2019 um 6:18 am

    Dankeschön für deine lesenswerten Informationen über das Infraschallfänomen, das ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Hammer!
    Herzliche Morgengrüße vom Lu

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  2. Franz Juppesch
    Dezember 6, 2019 um 8:20 am

    Lieber rotherbaron,
    trotz deines etwas klamaukigen nickname haben deine Beiträge, besonders dieser hier, Hand und Fuß (Hirn, Aug‘ und Ohr) und sind ein informatives Juwel in der Infowüste zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema INFRASCHALL.

    Ich komme ursprünglich aus dem Kreis Aachen und die Vulkaneifel ist mir immer einer der schönsten Naturparks in Deutschland gewesen.
    Jedoch wurden in den letzten 10 Jahren diesem „Naturpark“ unvorstellbare Mengen an Windkraftanlagen (WKA) zugefügt, daß man den Park vor lauter WKA nicht mehr sieht.
    Doch das ist nicht nur dort so. Deutschlandweit hat es eine scheinbar unbemerkte Invasion von WKA gegeben.

    https://www.proplanta.de/Maps/Windkraftanlagen_points1404907272.html

    Und hier in Niedersachsen treibt ein Ministerpräsident Weil die WKA-Wirtschaft noch aggressiv weiter voran und will die Mindestabstände zu menschlichen Behausungen verkürzen lassen. Deutschlandweit wird die altbewährte Waffe gegen jegliche Kritik bzgl. Gesundheitsschäden mit den verlorengehenden Arbeitsplätzen begründet und durchgesetzt.
    Da fragt man/frau sich wessen Diener diese Ignoranten gegenüber dem Leben (aller betroffenen Geschöpfe, Mensch, Tier und Natur) sind.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/windkraft-industrie-und-gewerkschaft-schreiben-brandbrief-an-die-regierung-a-1296220.html
    https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Windraeder-Nur-jedes-achte-mit-1000-Meter-Abstand,windenergie582.html
    https://www.zeit.de/news/2019-11/13/weil-vor-enercon-treffen-moeglichst-viele-jobs-retten

    Was im Großen (WKA) überall schon kurz hinter der Stadtgrenze am Horizont zu sehen ist, ist im Kleinen direkt beim Nachbarn gegenüber die Luftwärmepumpe (LWP).
    Die zerrüttet auch noch den letzten Nerv und Herzmuskel während des Schlafes, wenn man von einer frustrierenden Wandertour aus der Eifel zurückgekehrt ist.

    https://www.google.com/search?q=infraschall+luftw%C3%A4rmepumpe&ie=&oe=

    „Der Natur- und Geopark Vulkaneifel und fünf weitere Regionen in Deutschland haben im November 2015 die Anerkennung als UNESCO Global Geoparks erhalten. Mit der Bestätigung des „International Geoscience and Geopark Program“ durch die UNESCO Generalkonferenz hat der Natur- und Geopark Vulkaneifel nun eine internationale Anerkennungsstufe erreicht, die ihn auf die Ebene von Welterbestätten und Biosphärenreservaten hebt.
    UNESCO-Geoparks haben einen besonderen Blick auf das erdgeschichtliche, natürliche und kulturelle Erbe einer Region. Sie machen Umweltbildung und tragen zur nachhaltigen Regionalentwicklung unter Mitwirkung vieler Akteure bei.

    https://www.eifel.info/natur/unesco-geopark-vulkaneifel

    „Ein Schelm, der Böses dabei denkt.“

    Die Widersprüche sind offensichtlich und es scheint ein bestimmtes System dahinterzustecken. Was man/frau jedoch öffentlich nicht äußern darf, weil jeder der dies wagt dann ganz schnell kaltgestellt wird als Verschwörungsspinner.
    Es sieht so aus als ob Verantwortliche in höchsten Rängen (Politik und Wirtschaft) an einer Zerrüttung und Destabilisierung der eigenen Gesellschaft beteiligt sind, die einem bestimmten Plan folgt, mit dem Endergebnis der absoluten Gleichschaltung und Sicherheitsverwahrung aller Menschen (und vorerst der deutschen bzw. europäischen).
    Ich weiß, daß hört sich paradox und ziemlich paranoid an, jedoch beobachte ich diese Entwicklung schon seit ca. 50 Jahren, weil ich immer schon sehr empfindlich auf Lärm und auditive Störquellen reagiert habe.
    Um es kurz zu machen dazu bitte Armin Risi lesen:
    google – armin risi, machtwechsel auf der erde

    rotherbaron, danke für deine Veröffentlichungen!

    Freie Grüße,
    effjott

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    • Michael Krabbe
      Dezember 7, 2019 um 6:10 pm

      Daran ist nichts abwegig. Der Green New Deal für Europa ist eine politische Agenda und seine Durchsetzung ist eine von der Kommissionspräsidentin postulierte Absicht.

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  3. Volker Tschischke
    Dezember 6, 2019 um 5:55 pm

    Ein sehr lesenswerter Artikel, der nur die Spitze des Eisberges beschreibt. Im folgenden Link kann man sehr gut erkennen, das es schon 1973 fundierte wissenschaftliche Studien gab. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kampf gegen Windmühlen. http://www.gegenwind-saarland.de/Materialien/Infraschall/_731221-ZEIT-Archiv—Infraschall—Lautlose-Ohrenqual.pdf
    Viele Grüsse aus Etteln
    Volker Tschischke

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    • Dezember 6, 2019 um 5:58 pm

      Danke für den interessanten Hinweis. Umso unverständlicher, dass das Problem einfach geleugnet wird.

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  4. Franz Juppesch
    Dezember 6, 2019 um 8:04 pm

    Guten Abend rotherbaron,
    ich habe heute Nachmittag einen ziemlich ausführlichen (mit Quellenangaben usw.) und aufwendig recherchierten Kommentar hier zum Thema INFRASCHALL gepostet und ich sehe, daß ein Kommentar nach mir 17:55 Uhr hier schon geöffnet ist, meiner so zwischen 12:00-15:00 Uhr jedoch nicht. Wahr mein Kommentar hier nicht erwünscht?
    MfG

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    • Dezember 7, 2019 um 6:25 am

      Ihr Kommentar wird mir nicht angezeigt. Ich schaue noch einmal, ob WordPress ihn zum Spam geschoben hat.

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  5. Dezember 6, 2019 um 11:42 pm

    Die Wahrnehmbarkeit des IS geht über das Gehörte hinaus, gerade weil er naturgemäß überwiegend außerhalb des Hörbereiches des Menschen liegt und was auch explizit am Schalldruck liegt. Sie besteht in Symptomen durch gestörte Organe. Der Schalldruckpegel von WKA liegt im Bereich des IS ohne weiteres über 100 dB. Eine so hohe Belastung ist selbst im Außenbereich grundsätzlich verboten, wenn nicht entsprechend gesicherte Betriebsgelände ausgewiesen sind. Das ist bei WKA nicht der Fall. Sie müssten auch riesig sein. Die Vergrämung von Mensch und Tier ist offenkundig.

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  6. Dezember 8, 2019 um 8:07 pm

    Ergänzend möchte ich auf folgenden Beitrag hinweisen, in dem ich, über die hier vorgestellten Arbeiten hinausgehend, weitere Forschung verlinkt habe:
    https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/06/29/infraschall-das-was-man-nicht-hort-und-wovon-man-nichts-wissen-will/
    Wichtig ist darin u.a. der Link zur Bibliographie der Volksinitiative „Rettet Brandenburg!“
    Mit Bezug auf die Abstand-Diskussion möchte ich auf folgenden Beitrag hinweisen, weil in dem vorliegenden exzellenten Essai des Rothen Barons nicht alle Elemente dazu berücksichtigt sind: https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/11/25/der-anthropologische-hintergrund-den-peter-altmaier-beim-thema-windenergie-in-anspruch-nimmt/

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  7. Dezember 8, 2019 um 8:29 pm

    Im Einleitungsteil ist eine Unrichtigkeit. Es geht nicht um die 10H-Regel (vgl. https://www.berlin.de/special/energie-und-umwelt/nachrichten/5997925-5436174-schnelle-loesung-zu-windabstandsregelung.html). Die 10H-Regel besagt, dass der Abstand zwischen Windkraftanlage und Wohnbebauung das 10fache der Anlagenhöhe betragen soll. Diese Regelung gilt nur in Bayern und die Grünen und die SPD wollen sie dort aufheben lassen, da bei dieser Regelung nur sehr wenig Anlagen errichtet werden dürfen. Vor der Schädigung durch Infraschall schützt die 10H-Regel nicht, wie im obigen Essai richtig bemerkt wird, weil eine finnische Studie festgestellt hat, dass Infraschall über Distanzen von 15km Krankheitssymptome hervorrufen kann. Das Gute an dieser Regel ist jedoch, dass sehr viele Projekte überhaupt nicht realisiert werden können und Menschen auf diese Weise vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen geschützt werden. Minister Altmaier möchte aber nicht, dass die 10H-Regel bundesweit angewandt wird, sondern fordert Abstände von 1km zwischen Siedlungen ab fünf Häusern unabhängig von der Anlagenhöhe. Bei der 1000m-Regel ist ein Schutz vor Körperverletzungen noch weniger gegeben als bei der 10H-Regel. Es ist auch nicht klar, warum Menschen in Siedlungen von vier Häusern weniger krankheitsanfällig sein sollten. Es fallen weniger Flächen weg, aber immer noch genug, dass Lobbyisten wie Olaf Lies an dieser 1000m-Regelung Anstand nehmen. In Niedersachsen ist jedes vierte Windrad weniger als 400m von einer Wohnbebauung entfernt, obwohl sogar das UBA eine Infraschallreichweite von 700m annimmt. Ich verweise dazu auf die beiden Links in meinem obigen Kommentar und auf meine Nachbemerkung zu folgendem Beitrag https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/11/21/erziehungsmoderator-claus-kleber-im-heute-journal/

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  8. Dezember 8, 2019 um 8:38 pm

    Zu den Tatsachen, dass Infraschall auch aus anderen Quellen herkommen kann, ist zu bemerken: Technischer Infraschall von Heizungsanlagen usw. kann ebenfalls zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen, weil er gleichfalls einem Maschinenrthythmus folgt. Die von den Maschinen erzeugten strengrhythmischen Vibrationen interferieren mit den Körperrhythmen. Dadurch wird das Funktionieren des Organismus auf rein physikalischem Wege gestört. Die Studie „Infrasound from wind turbines is a new signal in the environment“ ist in meinem oben genannten Beitrag verlinkt.

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    • Dezember 8, 2019 um 9:53 pm

      Ich habe noch zwei Kommentare verfasst, darunter derjenige, auf den sich der hier veröffentlichte mit den Worten „oben genannter Beitrag“ bezieht. Bitte im Spam-Ordner nachschauen!

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      • Dezember 9, 2019 um 4:41 am

        Meine letzte Bemerkung ist nun, da die beiden Kommentare freigeschaltet wurden, überflüssig. – Über die Formulierung „engagierte Kommentare“ habe ich mich geärgert, weil mir kurz zuvor ein alter Germanistikprofessor in einer privaten Mail geschrieben hatte, ich würde einen „Glaubenskrieg“ führen und möge nur freiheraus sagen, dass ich den Atom- und Kohlestrom haben wolle. Das gewichtigste Argument (neben den eklatanten Verstößen gegen europäische Direktiven und internationale Konventionen im Artenschutz, die zu einer Ausrottung bedrohter Arten führen) gegen den Einsatz der Windkraft , wie er sich gegenwärtig vollzieht, ist jedoch, dass auf Artikel 2 des Grundgesetzes, der die körperliche Unversehrtheit der Bürger garantiert, nicht die mindeste Rücksicht genommen wird. Es ist, als würde man die Atomkraftwerke ohne sichernde Mauern und den Kohleabbau ohne Arbeitsschutz betreiben. Man hätte die Privilegierung der Windkraft im Außenbereich in den 90er Jahren nicht so hemdsärmlig beschließen dürfen und vor allem 2011, nachdem massenhafte Erkrankungen durch Dauerexposition an Infraschall bereits bekannt waren und Pierponts „Wind Turbine Syndrome“ schon seit zwei Jahren erschienen war, diese fatale Energiewende nicht einleiten dürfen. Jetzt weiß die Bundesregierung nicht, wie sie aus dieser Nummer wieder herauskommen kann. Wird sie die Körperverletzung im großen Maßstab durch das Weltuntergangsszenarium rechtfertigen oder der Windindustrie den Geldhahn abdrehen?

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      • Dezember 9, 2019 um 6:54 am

        Für mich ist „ engagiert“ ein absolutes Kompliment, denn es heißt, dass man aktiv ist und nicht gleichgültig. Der Vorwurf für Kohle und Atom zu sein, ist der Klassiker. Mit diesen Zuschreibungen machen es sich gedankenlose und unengagierte Zeitgenossen einfach!

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  9. R. Schmitt
    Dezember 9, 2019 um 9:14 am

    Menschen, die naturverbunden sind und sich von den wie Pilze aus dem Boden schießenden Stahlbetontürmen bedroht sehen, sind in einem ständigen Zustand der Bedrohung und des Angespanntsein. Ich beobachte das an mir selber. Dies führt zu Empfindlichkeiten. Es fällt zunehmend schwer, auf die immer gleichen stereotypen Argumentationsmuster geduldig und sachlich zu reagieren. Das einzige, was auf Dauer hilft, ist Sachlichkeit. Lieber Baron: Vielen Dank für die schon fast wissenschaftliche Akribie und die Unaufgeregtheit. Auch dieser Artikel ist top!.

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  10. Franz Juppesch
    Dezember 13, 2019 um 11:32 am

    Sehenden Auges hat es deutschlandweit eine futuristisch anmutende Invasion monströser Stahlbetonträgerparks gegeben. Innerhalb der letzten 10 Jahre ist alles was mal Naturpark und urwüchsige Natur gewesen ist zugestellt worden.
    https://www.proplanta.de/Maps/Windkraftanlagen_points1404907272.html

    Der Bauer der Brachland oder unrentable Ackerflächen vor sich hinrotten sah, hat nun den Jackpot geknackt, weil ihm die WKA-Lobbyisten die Bude einrennen und er das 100fache an Pacht für die Aufstellung von WKA mtl. einnehmen kann. Und die Lobbyisten kassieren wieder Subventionen bis der Arzt kommt.

    Bevor hier im Muttiland der Wendehälse und Opportunisten geschnallt wird welche Folgen diese rücksichtslose Invasion eigentlich haben wird, haben sich die Verantwortlichen schon längst aus dem Staub gemacht. Und wieder war’s keiner gewesen. Das nennt man dann Politik oder die Gnade der späten Geburt?

    Die Zusammenhänge dieser menschen- und naturverachtenden Vorgehensweisen und Verstrickungen sind hier im Blog von rotherbaron.com wie nirgendwo im www. verlinkt und mit Sachverstand offengelegt worden und für jeden Menschen zugänglich.
    Doch ich befürchte, daß eine viel größere Gesundheitsgefährdung die Menschen diesbzgl. in Deutschland zerrütten wird, Desinteresse, Ignoranz und Egozentrierung. Der sich weltweit immer weiter verbreitende Virus von Dummheit, aufgrund von Konsumgeilheit, Trivialunterhaltung, Fastfood und Überbevölkerung, läßt die Menschen gleichgültig bei diesem Thema, weil die meisten nicht direkt betroffen sind. Die, denen Natur immer schon Bedeutung war, sind hier die, die gegen Windmühlen zu kämpfen haben und sogar deshalb auch noch geächtet und diskreditiert werden.
    Trotz allem bin ich froh, doch noch einige engagierte (!) kritische Geister anzutreffen, die nicht blind allem folgen und sich manipulieren lassen.
    So kann man/frau nur weiter diesen Blog verbreiten, auf das auch vielleicht Blinde wieder sehen lernen.

    Gefällt 1 Person

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